Rubriken:

Weiteres:

Lesen:

Gemeindebriefe aus dem Kirchenkreis

NEK Mitteilungen

Gottesdienste:

Übersichten für das Festland

Wo bekomme ich was?

Hüpfburg, Zelte, Jugendbus gesucht?
Info im Kinder und Jugendbüro

Valid XHTML 1.0 Transitional

Niebüller Ansichtskarten sichern Arbeitsplätze in Tansania
Uwe Mussack unterstützt Hilfsprojekt
image
Hier ist Afrika noch erlebbar: Eine der Ansichtskarten, die Uwe Mussack von und für Matema hergestellt hat.

NIEBÜLL (jut). Riesenfreude herrschte bei den Mitarbeitern des „Matema Beach View“ am Lake Nyassa (Lake Malawi) im äußersten Südwesten Tansanias. In einer der ärmsten Gegenden der Welt mit einer fast 80-prozentigen Arbeitslosigkeit hat der Kirchenkreis Südtondern eine alte Missionsstation der dortigen Konde Diözese wieder aufgebaut. „Unsere Partner der Konde Diözese sind darauf angewiesen, dass wir ihnen helfen Arbeitsplätze zu schaffen, damit die Menschen sich und ihre Familien ernähren können“, erläutert Gertrude von Holdt-Schermuly das kirchliche Engagement. Als Vorsitzende des Tansania-Ausschusses des Kirchenkreises Südtondern ist sie maßgeblich dafür mitverantwortlich, dass es in einigen Gemeinden der Konde Diözese Schritt für Schritt bergauf geht. „Die Missionsstation und etwa 20 afrikanische Hüttenunterkünfte bieten nun erstmals seit vielen Jahren auch europäischen Gästen eine landestypische und angemessene Unterkunft in einer der schönsten und faszinierendsten Regionen Afrikas.“
Matema Beach ist ein Geheimtipp unter Backpackern und Individualreisenden, die Afrika einmal so erleben wollen wie es wirklich und ursprünglich ist. Und immer wieder fragten sie nach Ansichtskarten des unbekannten Strandparadieses am Fuße der Livingstone Berge. Niemand war bisher in der Lage, vor Ort diesen Wunsch der zahlenden Touristen zu erfüllen. Jetzt ist es endlich so weit. Uwe Mussack stellte in seinem Niebüller Druckzentrum Nord nach Motiven des WOCHENSCHAU-Reporters Jan-Uwe Thoms 2.000 Ansichtskarten kostenlos her und stellte sie dem Kirchenkreis Südtondern zur Verfügung.
Wie ein Lauffeuer sprach es sich in Matema herum, dass Ansichtskarten angekommen seien. Gäste, freiwillige Entwicklungshelfer aus der ganzen Umgebung sowie Ärzte und Schwestern aus dem nahe gelegenen Buschkrankenhaus waren die ersten Käufer, die endlich Motive ihres Urlaubsortes oder ihrer Wirkungsstätte verschicken konnten. Binnen weniger Stunden waren die ersten 100 Ansichtskarten verkauft.
Welche wirtschaftliche Bedeutung Uwe Mussacks Engagement für das „Matema Beach View“ und seine Mitarbeiter darstellt, erschließt sich erst bei genauerem Hinsehen. Jede Ansichtskarte wird dort für 1.000 Schillingis verkauft. Sind alle Karten verkauft bedeutet das eine Einnahme von insgesamt 2.000 000 Schillingis – dass sind rund 1.250 Euro. Viele Menschen haben in Matema nicht mehr als 30.000 Schillingis im Monat, den Gegenwert von 30 Ansichtskarten. „Der Verkauf der Ansichtskarten hilft ganz wesentlich, hier unsere Arbeitsplätze zu erhalten“, versichert Steven Gambhi, Manager des Matema Beach View. „Ohne die Hilfen aus Südtondern sähe es in Matema für viele Familien noch viel schlechter aus. Für Euch mögen die Ansichtskarten eine milde Gabe sein – für uns sind sie eine große Hilfe hier zu überleben. Und dafür sind wir sehr dankbar.“
Weitere Informationen über die Hilfsprojekte des Kirchenkreises Südtondern in Tansania gibt es im Internet unter www.kirchenkreis-suedtondern.de.
image
„Es gibt Ansichtskarten“: Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Nachricht bei den Gästen am Lake Nyassa.




[Erste Seite] [Vorige Seite] [Nächste Seite] [Letzte Seite] [Archiv: Übersicht]