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Erste Bilanz der Eltern-Start-Hilfe "Gut ins Leben" in Niebüll

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Ministerin Dr. Gitta Trauernicht bei der Eltern-Start-Hilfe in Niebüll
Foto: www.suedtondern-foto.de/siggi Schmanteck

Niebüll - "Aufsuchend", so heißt ein Schlüsselwort, wenn es um den guten Start ins Leben geht. „Wir sind ‚aufsuchend’ tätig“, betonte denn auch der Geschäftsführer des Diakonischen Werks Südtondern, Bernd Funk, als er jetzt eine erste Bilanz der Eltern-Start-Hilfe "Gut ins Leben" zog.
Nach seinen Angaben stellte die Start-Hilfe seit ihrer Gründung im September 2007 gut 1200 Kontakte zu jungen Familien her: 573 „aufsuchende“ Kontakte in der häuslichen Umgebung, 565 Gruppen- und Telefon-Kontakte sowie 110 Gespräche in den Räumen der Starthilfe. Er dankte besonders den Familien, die an Telefoninterviews einer Evaluationsstudie des "Nationalen Zentrums Frühe Hilfen" in Köln teilgenommen hatten. Funks Fazit: „Wir setzen in unserer Arbeit darauf, die Stärken der jungen Familie zu fördern. Es macht uns nicht stärker, wenn wir unsere Defizite kennen. Das Wissen um unsere Stärken hilft uns, noch stärker zu werden.“
Ähnlich äußerte sich Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht, die an die Westküste gekommen war, um zu sehen, wie sich das Niebüller Modellprojekt – eines von fünfen im Lande – entwickelt. Man müsse auch präventiv wirken, durch Stärkung und Unterstützung von Familien, um einem Kind den guten Start zu ermögliche. Neben ihren Rechten hätten Eltern auch Pflichten, so die Ministerin. Achtsamkeit sie nötig, damit nicht der Staat eingreifen müsse, weil Kinder in Gefahr geraten. „Lassen Sie sich helfen und öffnen Sie sich“, ermunterte die Trauernicht junge Familien, die Angebote der Eltern-Start-Hilfe zu nutzen. Dass junge Eltern häufig eine wahre "Herkules-Aufgabe" zu bewältigen hätten, unterstrich Propst Dr. Kay-Ulrich Bronk: „Das Wunder des Lebens – ein Kind – kann durchaus mit Sorgen verbunden sein“, erklärte er, „besonders dann, wenn Liebe und Verzweiflung dieselbe Hausnummer haben“.
Projektleiterin Leiterin Karin Jacobsen-Jordt deutete die Scheu an, die junge Eltern gegenüber der Start-Hilfe teilweise hätten. „Was macht ihr? Warum brauchen wir das?“, seien häufig gestellte Fragen. Vielfältig seien die Gründe, warum Eltern die „Start-Hilfe“ in Anspruch nehmen – angefangen bei der Schwangerschaft bis hin zu dem Problembündel nach der Geburt, wenn es um die Ernährung, den Umgang mit dem Kind und um das liebe Geld geht. A propos Geld: Zum Abschluss der Informationsveranstaltung überreichten Wolfgang Staacken und Dirk Rathsack (Bauzentrum Christiansen) der Eltern-Start-Hilfe je einen Scheck über 1 000 Euro.
Bernd Funk mit Linda Brodersen (links) und Karin Jacobsen-Jordt von Team der Eltern-Start-Hilfe „Gut ins Leben“

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