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Im Porträt: Dieter Borcherding
borcherding

Mit stehenden Ovationen verabschiedeten Südtonderns Synodale auf ihrer Novembertagung Rentmeister Dieter Borcherding als Leiter des Rentamtes Leck in den Ruhestand. Borcherding, Jahrgang 1940, war seit 1975 Verwaltungsleiter in Südtondern.

- Sind Sie eigentlich Friese, Herr Borcherding?
Nein. Niedersachse, im Raum Göttingen aufgewachsen. Als Soldat kam ich nach Leck. Nach meiner Dienstzeit stand ich vor der Wahl: entweder eine Stelle in einer Großschlachterei oder in der damaligen Propstei Südtondern - mein Vorgesetzten war Kirchenvorsteher. Mir scheint, ich habe die richtige Wahl getroffen. Die Großschlachterei ist längst Pleite.

- "Verwaltung", das klingt nach sehr trockener Arbeit ...
Überhaupt nicht. Zumindest nicht in Südtondern. Als Verwaltungsleiter konnte ich an vielen Stellen mitüberlegen, teilweise mitgestalten. Beispielsweise in der Diakonie. Das war ein Ein-Mann-Betrieb, als ich anfing. Jetzt haben wir zwei ausgebaute Beratungs- und Behandlungszentren in Niebüll und Westerland, dazu noch die Sozialraumorientierten Erziehungshilfen.

- Ihr Herz schlägt für die Diakonie?
Ja. Sie ist ein wichtiger kirchlicher Arbeitszweig. Ich bedauere etwas, dass die diakonische Arbeit immer stärker verselbständigt werden muss.

- Wo hat Ihnen Ihre Arbeit darüber hinaus Freude gemacht?
Wenn es darum ging, für die Gemeinden zu sorgen. Meine Mitarbeiter und ich haben uns immer als Anwälte der Kirchengemeinden verstanden - speziell unser langjähriger Finanzfachmann, Carsten Peter Lassen. Seine Haushaltsgespräche in den Gemeinden sind noch heute legendär. Es freut mich, dass wir immer vom Bedarf ausgegangen sind und so auch unsere große Pfarrstellendichte halten konnten. Das war für Südtondern die richtige Entscheidung.

- Zwei Pröpste haben Sie als loyalen und zuverlässigen Mitarbeiter geschätzt ...
Das Vertrauensverhältnis muss sein. Meine Chefs waren immer angenehm im Umgang. Propst Henrich war durch und durch Mensch, ließ so gut wie nie den Vorgesetzten spüren. Mit Propst Pörksen ist es ähnlich. In der Sache ist er oft sehr zielbewusst- aber hört auch zu, nimmt die Gesichtspunkte auf.

- Die berühmte Fee tritt auf. Drei Wünsche für die Kirche im Bereich Südtondern in den kommenden Jahren?
Ich hoffe, dass die Eigenständigkeit unserer Region im größeren Ganzen nicht gänzlich verloren geht. Zum Zweiten: Dass auch die Gemeinden und Pfarrstellen ihre Eigenart bewahren können. Ich habe Südtonderns berühmte "Kleinteiligkeit" immer als Vorteil erlebt. Und Drittens? Nun, das auch im Verwaltungsbereich unser besonderes Klima erhalten bleibt - auch die engen persönlichen Kontakte zur öffentlichen Verwaltung in Ämtern und Kommunen. Das erleichtert Vieles.

- Was haben Sie sich für den Ruhestand vorgenommen?
Ich nehme mir vor, mir nichts vorzunehmen. Aber unsere kleine Ferienwohnung auf Föhr wird jetzt seltener verwaist sein.

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